“Die perfekte Bewerbungsmappe für Ausbildungsplatzsuchende; Die 50 besten Beispiele erfolgreicher Kandidaten; mit CD-ROM” von Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader

Wirkungsvolle Eigenwerbung mit Profil: Der sichere Weg zum Ausbildungsplatz

Wenn es mit dem Erstellen der ersten Bewerbungsunterlagen losgeht, zücken fast alle Jugendlichen ihre Schulmaterial. Aktuell sind diese in der Regel nicht. Oft stecken altbackene Formulierungen in den Mustertexten oder die formalen Neuerungen, die seit 2005 gefordert sind, werden nicht beachtet. Meistens werden nur die eigenen Daten eingesetzt, die Formulierungen aber eins zu eins übernommen. Dementsprechend langweilig und nichtssagend sind dann auch die Ergebnisse.

Das geht auch anders! Modern, fröhlich, kreativ: Das Buch “Die perfekte Bewerbungsmappe für Ausbildungsplatzsuchende” hält inhaltlich, was das Cover verspricht. In großem Format bekommt man gelungene Musterbewerbungen in die Hand – mit allem, was dazu gehört bzw. dazu gehören kann: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Dritter Seite/Motivationsschreiben und Anlagenblatt. Darunter sind bekannte, allgemein beliebte Berufe, die viele junge Menschen anstreben: Bankkauffrau, Einzelhandelskauffrau, Kfz-Mechatroniker, Versicherungskauffrau oder Bürokaufmann. Aber auch eher ungewöhnliche Berufe wie Goldschmiedin, Raumausstatterin, Lokführer, Metallbauerin und Tierarzthelfer sind zu finden.

Erfreulich ist, dass bei den ausgesuchten Muster-Bewerbungen auf unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen geachtet wurde. Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss werden ebenso fündig wie Abiturienten. Selbst Ideen für alle, die sich für eine Kombination aus Ausbildung und Studium interessieren, sind dabei.

In fehlerhaften “Erstversionen” wird zunächst veranschaulicht, welche typischen Fehler noch immer in Bewerbungen gemacht werden. Die Anrede “Sehr geehrte Damen und Herren” sollte man im Anschreiben ebenso vermeiden wie den abgedroschenen Einleitungssatz: “Hiermit bewerbe ich mich um…” Auch ein wie ein Gitterkäfig gestalteter Lebenslauf ist alles andere als ansprechend oder zeitgemäß. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Allerdings sollte es vorteilhaft sein und die Bewerberin nicht nahezu unkenntlich zwischen ihren an eine Gardine erinnernden Haaren herausluken.

Inzwischen darf das Bild weggelassen werden. Das soll Vorurteile ausschalten und Chancengleichheit ermöglichen. Klingt in der Theorie sinnvoll. Allerdings orientieren wir uns vor allem visuell. Passt der Bewerber, die Bewerberin zu uns, ins Team? Springt der berühmte Funke über? Ist kein Bild dabei, gehen sofort Kopfkino und Ursachenforschung los, denn ein Fehlen des Fotos wirft zwangsläufig die Frage nach möglichen Gründen auf. Die Wirkung eines gelungenen Bildes sollte man nicht unterschätzen. Auch darauf weisen Hesse und Schrader hin.

Es gibt zahllose Stolpersteine auf dem Weg zur erfolgreichen Bewerbung. Wie man sie beiseiteschiebt, zeigen die Diplom-Psychologen Jürgen Hesse und Hans-Christian Schrader. Die beiden Bewerbungsprofis geben alltagsnah praxistaugliche und sofort umsetzbare Tipps, analysieren und kommentieren Fehler in Musterbewerbungen direkt und auf den Punkt gebracht und präsentieren ideale Unterlagen. Wie man selbst maßgeschneiderte, passgenaue Materialien erstellt – denn Copy & Paste ist ein No-Go – bekommt man wirkungsvoll vermittelt. Man lernt, wie man sich selbst Profil verleiht. Nicht unbedingt die Noten sind das ausschlaggebende Kriterium; oft kommt es auf ganz andere Dinge an! Wer sich bewirbt, muss kreativ und offensiv sein. Das geht auch mit ungewöhnlichen Methoden wie gut gestalteten Flyern oder Profilkarten. Durch Engagement lässt sich auch punkten, wenn die Zensuren sich eher im unteren Bereich tummeln. Das Buch ist der Retter für alle, die bisher noch keine Erfahrung mit Bewerbungen gesammelt haben oder ihre Erfolgsquote verbessern wollen. Es macht Mut und spornt an.

Positiv ist, dass auch Nachfassbriefe dabei sind. Ist das Vorstellungsgespräch überlebt, bleibt meistens nur Warten, Warten, Warten. Man zuckt bei jedem Anruf zusammen, fischt täglich mit zitternden Fingern die Post aus dem Kasten. Aber man kann ebenso aktiv werden!

Einziger Kritikpunkt ist das einfache Papier, das für den Druck gewählt wurde. Die Verfasser weisen darauf hin, dass bereits das Berühren der Unterlagen Qualität vermittelt oder eben auch nicht. Also sollte man bei den tatsächlichen Bewerbungen auf hochweißes, gestrichenes Papier setzen. Eventuell kann man sogar auf welches mit Wasserzeichen zurückgreifen. Auffallen, und zwar positiv, ist die Devise.

Die beiliegende CD-Rom lässt sich mit einem Code freischalten. Man wird zunächst in einem kleinen Film von Jürgen Hesse und Hans-Christian Schrader begrüßt. Die beiden sympathischen Profis strecken die Hand aus und nehmen Ausbildungsplatzsuchende im Fahrstuhl mit nach oben – hoch auf die Karriereleiter. Auf dem Weg dorthin wird alles behandelt, was wichtig ist: Wer bin ich, was kann ich, was will ich, wie verkaufe ich mich am besten?

Man sollte sich die Zeit für die Selbstanalyse wirklich nehmen. Es lohnt sich. Acht Kapitel können angewählt werden: Vorbereitung, Kontaktaufnahme, Bewerbungsunterlagen, Sonderformen der Bewerbung, Mustervorlagen, Vorstellungsgepräch, Tests und Tipps und Spezialtipps. Dass vieles im Gespräch vermittelt wird, macht die Inhalte leicht erfassbar.

Zahlreiche Bewerbungen sind direkt auf der CD-Rom verfügbar und können mühelos editiert werden (so lässt sich ein gelungenes Layout leicht individualisieren). Von klassisch bis kreativ ist alles dabei.

Es *ist* die perfekte Bewerbung, die sich hiermit erstellen lässt. Ein fantastisches, rundherum empfehlenswertes Buch!

(c) M. Hoevermann

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Categories: Beruf und Karriere

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