“Hot for Boys: The sexy adventures of Rogue” by Zack

Hot for boys? Get hot for Rogue!

Rogue, ein durchtrainierter Männertraum, erlebt in “Hot for Boys. The Sexy Adventures of Rogue” 28 heiße Abenteuer: beim Motorradsport in Deutschland, bei der gefährlichen Recherchearbeit in Rom, beim Abschleppen eines sexuell flexiblen Seemanns in einer griechischen Bar, auf einer amerikanischen Farm oder einer Skipiste in der Schweiz. Auf dem Bau verschmilzt er ebenso mit seiner Umgebung wie in der mondänsten Bar, in der Wüste oder auf dem Fußballfeld.

Egal, in welchem Teil der Welt er sich aufhält, Rogue ist überall zu Hause. Er findet überall das, was er sucht. Und er ist alles: sportlich, flexibel, reich, heiß, sexy, tabulos, schmutzig, wild – eine fleischgewordene schwule Fantasie in Comicform. Wo er auftaucht, wird jede erotische Vorstellung zur Realität. Nicht umsonst heißt Rogue “Schlingel”, “Schelm”, “Filou”, aber auch “Spitzbube”.

Zeichner Zack, alias Oliver Frey, wurde 1948 in Zürich geboren, wo er zweisprachig, deutsch und italienisch, aufwuchs. Als er acht Jahre alt war, zog seine Familie vorübergehend nach Großbritannien. Dort stellte er fest, dass sich seine Klassenkameraden enthusiastisch für Comics begeisterten. Ihn beeindruckte die zeichnerische Qualität auf Anhieb. Das war etwas, was er aus seiner schweizerischen Heimat so nicht kannte. Besonders angetan hatten es ihm die Eagle Comics, eine britische Reihe für Kinder, die zunächst von 1950 bis 1969 lief. Die dargestellten Bewegungsabläufe, die Actionsequenzen, die an filmische Gestaltungsmittel erinnerten, faszinierten ihn. Bestandteile populärkultureller Unterhaltung, die ihn später zum James Bond-Fan werden ließen. Entsprechende Einflüsse finden sich bis heute in Zacks eigenen Werken.

Hatte er sich anfänglich noch stark an den Werken anderer Künstler orientiert, entwickelte er nun nach und nach seinen ganz eigenen Stil. Das Fundament für Handwerk und Technik legte ein 36-stündiger Kurs in Amsterdam: “The Famous Artists”.

Die Figur des Rogue entwickelte Zack bereits 1976 für das britische Magazin HIM International. Der damalige Herausgeber hatte die Idee, einen wöchentlichen Comic-Strip zu veröffentlichen. Also begab sich der Zeichner auf Recherche-Tour und wurde fündig: In einer Kneipe in Soho, einem Stadtteil im Londoner West End in der City of Westminster, wie er in einem ausführlichen, überaus lesenswerten Vorwort berichtet. Dort fand er ihn, den Mann der Männer, seinen Rogue, den er seitdem in seine Comics bannt.

Heute lebt Zack mit seinem Partner in Wales. Zumindest, was die weltweiten Aufenthaltsorte angeht, ist er also mindestens ebenso umtriebig und flexibel wie Rogue.

Bis ins Kleinste ausgearbeitete Details in “Hot for Boys”, die man vermutlich erst nach mehrfachem… Lesen wirklich zur Kenntnis nehmen kann, zeugen von großem künstlerischem Talent.

Ein Buch, das Spaß macht und in die Hand jedes Liebhabers (klassischer) schwuler Comickunst gehört!

(c) M. Hoevermann

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Categories: Kunst

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