“Star Wars: Darth Vader und Sohn” von Jeffrey Brown (Rezension)

Amüsant für Star Wars-verrückte Eltern

STARWARSDARTHVADERUNDSOHN_268Was wäre wenn… die Existenz von Luke und Leia nicht vor Darth Vader verborgen geblieben wäre? Wenn die Zwillinge bei ihm und nicht bei Adoptiveltern aufgewachsen wären? Dann wäre er auf einen Schlag zweifacher Vater gewesen, mit allen Pflichten, versteht sich. Mit eigenen Karriereambitionen wäre es dann vorerst vorbei gewesen, wenn der Sohnemann einmal in Vaters Fußstapfen treten soll.

Vor allem die Vater-Sohn-Beziehung und die Erziehung zur dunklen Seite der Macht stehen im Mittelpunkt dieses amüsanten Bandes aus dem Panini-Verlag. Was aus der kleinen Leia wird, erfährt man leider nicht. Sie ist nur einmal zu sehen, als sie – ganz emanzipiert – Sith und Stormtrooper-Puppen per Cross Dressing zu neuen Erfahrungen verhilft.

Fest steht jedoch, Luke will keine Schwester. Also muss sie weg. Er belegt Papa Vader lieber komplett allein in Beschlag, konfrontiert ihn mit der Frage, wo die Babys herkommen, nimmt ihn an Halloween mit zu Süßes oder Saures und macht ihm auch sonst den Alltag nicht leicht.

Für ein Schmunzeln sorgt die kreative Art, wie bekannte Zitate und Charaktere aus dem Star Wars Universum eingebaut sind. So wird das berühmte “Luke, ich bin dein Vater” mit der Aufforderung verknüpft, doch endlich die überall verstreut herumliegenden Spielsachen aufzuräumen. Eine Jar Jar Binks-Action Figur wird zu Vaders Entsetzen zum Must-Have Item für den kleinen Luke, der sich zudem auch noch lieber als Jedi verkleidet denn als Sith und Han Solo als potentiellen Spielgefährten mitbringt. Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage! Immerhin wäre das ein denkbar schlechter Umgang für den so leicht beeinflussbaren Sohn.

Zum Einschlafen liest Vader pflichtbewusst Märchen vor. Sith-Märchen, versteht sich, in denen der edle Darth Maul den Jedimeister Qui-Gon Jinn heroisch ersticht. Schließlich muss der Unterschied zwischen Gut und Böse wirkungsvoll vermittelt werden.

Star Wars Fan und Zeichner Jeffrey Brown sieht sich selbst als Jedi. Das verrät das Selbstportrait bei seiner knappen Biographie. Sein Sohn Oscar dagegen ist eindeutig als angehender Sith Lord erkennbar. Das allein spricht Bände. Man darf vermuten, dass reichlich biographische Erfahrungen in dieses unterhaltsame Buch für die ganze Familie eingeflossen sind.

Die liebevollen, wenn auch einfach gehaltenen Zeichnungen sind leider viel zu schnell durchgeblättert. Fortsetzung unbedingt erwünscht!

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Star Wars: Darth Vader und Sohn 
Jeffrey Brown
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Panini Books (13. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833225394
ISBN-13: 978-3833225390

Verlag
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Categories: Comics & Graphic Novels, Humor, Science Fiction & Fantasy

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