“Indianerland” Magnum Kalender immerwährend von Christian Heeb (Fotograf)

Monumentaler Kalender der Superlative

Indianerland

Aus der EDITION PANORAMA, dem “Verlag feiner Bücher und Kalender”, stammt dieser immerwährende Fotokalender mit dem schlichten Titel “Indianerland”. Er ist limitiert auf 999 Exemplare, von Fotograf Christian Heeb handsigniert und wurde in Deutschland gedruckt und von Hand gebunden.

Beim Eintreffen steckt er in einem stabilen Karton, dessen Anblick bereits das Herz höher schlagen lässt: Auf der Rückseite sieht man in Kleinformat die Bilder, die im Innern in groß erwarten. Darunter finden sich wissenswerte Informationen zu den gezeigten Orten, in Deutsch und Englisch, wobei der Fokus auf der indianischen Kultur liegt.

Eine knappe Biographie des Schweizer Fotografen ist ebenso dabei wie eine Landkarte, auf der die Bundesstaaten, in denen diese einzigartigen Aufnahmen entstanden sind, farblich hervorgehoben wurden.

Der 1962 geborene Christian Heeb lebt heute in Oregon und gilt als einer der erfolgreichsten Reisefotografen der Welt. Zusammen mit seiner Partnerin Regula ist er der Bildautor von rund 130 großformatigen Bildbänden. Mit diesem Kalender eröffnet er dem Betrachter die faszinierende Welt der Indianer und ihrer Kultur. Dabei vermitteln die Fotografien tiefsten Respekt und Ehrfurcht.

Dieser Kalender ist wahrlich ein einmaliges und einzigartiges ästhetisches Meisterwerk, das neue Maßstäbe setzt. Der Anblick der darin vereinten Fotografien verschlägt mir immer wieder aufs Neue den Atem. Auf den eindrucksvollen Panorama-Aufnahmen kommt die unermessliche Weite des Landes, die dramatische Landschaft, mit überwältigender Wucht zum Ausdruck. Das Land wirkt dabei unberührt von der Zivilisation, ganz ursprünglich, so als wäre man Jahrhunderte in der Zeit zurückgereist.

Im Januar sieht man den Arches Nationalpark in Utah mit seinen gigantischen Felsformationen. Er befindet sich nur ein paar Kilometer außerhalb von Moab im Südwesten des Bundesstaates, nahe der Grenze zu Colorado. Im Hintergrund sind die schneebedeckten Bergspitzen der La Sal Berge sichtbar. Dieses Gebiet durchstreifen die Ute-Indianer auf der Suche nach Tieren wie Hasen oder Maultierhirschen.Eine Begegnung mit den Lakota bringt der Februar: Am Lakotasee in den Schwarzen Bergen von South Dakota, die das “spirituelle Kernland” der Lakota-Indianer bilden, wurde dieses Bild aufgenommen.Eine Bisonherde, Lebensgrundlage der Prärieindianer, sieht man im März im Custer State Park South Dakota.

Der April führt zum Split Rock Creek, einer Schlucht im Palisades State Park, ebenfalls in South Dakota. Östlich des Missouri fangen die feuchten Prärien des so genannten “Mittleren Westens” an. Dort befinden sich die heiligen Pfeifengründe von Pipestone, wo der rote Tonschiefer für die Pfeifenköpfe der “Calumets” abgebaut wurde.

Im Mai bekommt man Einblick in eine Crow Fair, ein großes Fest, am Little Bighorn Fluss im Crow Reservat in Montana. Dieses Pow Wow findet einmal im Jahr in der dritten Augustwoche statt. Das Tal des Little Bighorns verwandelt sich vorübergehend mit über 1000 Tipis zu einer riesigen Zeltstadt.

Spektakulär ist der Anblick des Monument Valley Tribal Parks in Arizona bei Gewitter im Juni. Man kennt es aus zahllosen Filmen. Dennoch kann ich mich daran nicht sattsehen.

Fotogen zeigt sich auch der Smith Rock State Park in Oregon mit dem Crooked River (“crooked” bedeutet “gekrümmt”), der sich durch die Sandsteinfelsen schlängelt.

Nicht minder idyllisch wirkt ein Schwarzfußindianer-Tipicamp am Fuß der Rocky Mountains, das durch den August begleitet. Die Schwarzfußindianer sind dafür bekannt, ihre Tipis aufwändig zu bemalen.

Das Hochtal der Toadstool Hoodoos befindet sich im Gebirgszug Rimrocks zwischen Page, Arizona, und Kanab, Utah, im Grand Staircase Escalante National Monument und beeindruckt mit bizarren Formen.

Im Oktober sieht man die weite, geschwungene Prärielandschaft am Little Bighorn Fluss in Montana, wo drei Häuptlinge der Crow auf Pferden unterwegs sind.

Weiter geht es im November zum Tam McArthur Rim in Oregon. Eine indianische Frau sitzt auf einer Klippe und blickt hinab in das endlos weite Land mit den beiden Vulkanen Mount Jefferson und Mount Hood in der Ferne.

Den Abschluss dieses herrlichen Kalenders bietet der Lake Powell in Arizona am Colorado.

Jedes einzelne Foto ist ein einmaliges Ereignis. Wer etwas ganz Besonderes für USA-Liebhaber oder Menschen, die sich für Indianer interessieren, sucht, findet es hier.

Dürfte ich nur einen einzigen Kalender wählen, es wäre dieser. Zum Glück besitzt er ein immerwährendes Kalendarium. Er wird mich also noch durch viele Jahre begleiten und mir Freude machen.

___________
Verlag: Dumont Kalenderverlag; Auflage: 1 (21. Juli 2011)
Sprache: Deutsch, Englisch
ISBN-10: 3832020438
ISBN-13: 978-3832020439
Größe und/oder Gewicht: 131 x 50 x 2,5 cm
Indianerland. Magnum Kalender immerwährend

Advertisements


Categories: Kalender

Tags: , ,

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: